Zweimal Warten zu Ende

Die erste Warteperiode hat ein Ende. Die erste Gerüchteküche hat ein Ende. Am Dienstag fangen die Kardinäle an zu wählen. Bis dahin wird in der Redaktion alles für den Tag X vorbereitet. Die Live-Technik wird gesichtet. Konzepte und Beitragsthemen werden überlegt. Profile über mögliche Kardinäle müssen verfasst werden. Beiträge müssen erstellt werden, um die Live-Sendung vorzubereiten. Wie der gesamte Vatikan eben. In der Casa Santa Marta werden seit heute die Zimmer der 115 wahlberechtigten Kardinäle hergerichtet. Am Montag Abend werden die Wähler und der zukünftige Papst in das vatikanische Gästehaus hinter dem Petersdom einziehen. Ohne Internet, ohne Zeitung, ohne Kontakt zur Außenwelt. Interessante Frage wäre, wieviel Verzicht das für einige wohl wäre 😉 Wer sich über das Konklave noch näher informieren will, dem empfehle ich die Radio Vatikan Sendung am Sonntag im 20:20 Uhr. Da werden hoffentlich alle Fragen geklärt.

Ich persönlich bin seit heute noch viel motivierter, für das was kommt. Nicht nur weil endlich feststeht, wann die unser neuer Papst gewählt wird. Sondern weil ich heute zum ersten mal vor das Mikro durfte. Um halb 2, also noch 1 1/2 Stunden vor der Sendung, steht mein Chef neben meinem Schreibtisch und fragt: „Hast du in 5 Minuten mal Zeit zum sprechen?“ Mein erster Gedanke: Oh Gott, was habe ich angestellt? Was mir auch nach einem, „klar habe ich“, dann auch rausgerutscht ist. Zum Glück hatte ich nichts angestellt, sondern sollte einfach nur die Nachrichten lesen. Das kam irgendwie viel zu plötzlich, um mich darüber zu freuen. Aber Spaß hat es gemacht, wieder am Mikrofon zu sitzen und der Welt etwas zu erzählen. Und ihr wisst ja, wie gerne ich erzähle 😀 Also haben sich heute gleich zwei Wartezustände aufgelöst. Ein toller Tag!! Jetzt muss ich nur noch meine Sprechübungen wieder aus dem Gedächtnis abrufen, damit die Stimme beim nächsten mal besser klingt. Außerdem muss ich üben langsamer und deutlicher zu sprechen. Schwierig, aber die verschluckten Wortenden kommen im Radio leider nicht so gut rüber.  Aber wie das Italienische, werde ich das auch angehen 🙂

Busse und Bahnen. Busse und Bahnen. Busse und Bahnen. Busse und Bahnen. 😀

P.S. Nur für die, die es nicht wissen. Das war eine Sprachübung fürs deutlich sprechen.

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